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Elfensteine

Einst waren die Reiche der Elfen, Trolle, Magier, Druiden und Menschen durch Abkommen vereint. Lange Zeit lebten alle Bewohner in Frieden und Eintracht zusammen. Doch, wie das so ist, langsam zeigten sich Neigungen, die dem Frieden nicht gerade dienlich waren. Anfangs waren es nur Wenige die Neid und Habgier in sich spürten. Einige begannen dann mit diesen Neigungen zu leben. Sie häuften mehr Besitz und Eigentum an als es für ein angenehmes Leben von Nöten war. Dass es nicht lange geheim blieb und mehr Bewohner sich dem Besitzstreben anschlossen, ließ sich nicht vermeiden und auch nicht verbergen.

So etwas blieb den Führern der vereinigten Reiche natürlich nicht lange verborgen. Sie verabredeten ein Treffen. Im Laufe dieser Beratung einigten sie sich. Die Einheit der vereinigten Reiche sollte, sobald ein gewisses Maß an Angehörigen der Völker, Neid und Habgier nachkamen, beendet werden. Wirklich lange brauchte man auch nicht zu warten, dann war es soweit.

Die Mitglieder des Rates gaben, jeder für sein Volk, bekannt wie die Dinge weiterhin verlaufen sollten. Nach Verkünden der Nachricht beim jeweiligen Volk trennte man sich aus dem Bund. Die Mehrzahl der jeweiligen Bevölkerung zog sich dann auch in die jeweiligen Stammländer zurück. Wer Familie hatte, nahm seine Angehörigen mit oder blieb, wenn es der Wunsch der Familie war.

Nach Abschluss dieser so genannten Evakuierung, wurde das Zeichen der Vereinigung zerstört. Das Zeichen bestand aus fünf Quarzkristallsäulen, die in Form eines Fünfecks aufgestellt worden waren. Die Völker, die Magie beherrschten, hatten die Kristallformation durch Energien, welche einen Missbrauch verhinderten bisher geschützt. Nun aber wurden die Kristallsäulen nicht mehr gebraucht. Damit keiner sie mehr für Dinge nutzen konnte, die dem Sinn der Steine, den man bei der Aufstellung geplant hatte, widersprachen, zerschlugen ausgesuchte Bewohner die Kristallsäulen in möglichst kleine Stücke. Nach dieser Zerstörung beendeten starke Magier und Druiden das Werk. Die kleinen Kristalle wurden von ihnen überall in den fünf Reichen verstreut. Eine völlige Vernichtung war, wegen der den Krisallen innewohnenden Kräfte, nicht möglich. Die Kraft, welche einst in den Säulen gebunden wurde, hätte auch jetzt noch ausgereicht um sämtliche Länder des ehemaligen Bundes in eine unbewohnbare Wüste zu verwandeln und jegliches Leben, wie man heute sagen würde: „In die tiefste Steinzeit zurückgebombt”.

Nach Beendigung ihrer Arbeit reisten Magier und Druiden in ihre Heimat. Von dort schützten sie mit ihren Fähigkeiten die Grenzen der Länder, welche ihren Völkern nun wieder eine ruhige Bleibe gaben. Die Quarze aber blieben lange verborgen. Ab und zu kam aber trotz allem einer dieser Steine wieder ans Licht. Dann wurde das Verlangen nach seinem Besitz geweckt. Jedoch hatten diese Kristalle nicht alle ihre Fähigkeiten zur Gänze verloren. Sie zeigten bei ihrem habgierigen Finder allerdings nicht was noch alles in ihnen steckte. Es war dabei aber völlig gleich was der neue Besitzer auch anstellte um die Kräfte zu nutzen. Sie steigerten zwar den Wert seines Besitzes, mehr aber auch nicht. Landesbewohner, die jedoch noch etwas Blut der alten und magischen Völker in ihrer Ahnenreihe aufwiesen und Reste der Fähigkeiten wie Hilfsbereitschaft und Mitleid in sich trugen, konnten im Rahmen ihrer aus der Blutlinie hergeleiteten Kräfte die Kristalle für Gutes nutzen. Auch erkannten sie unter den Quarzen diejenigen, welche noch größere Reste positiver magischer Energien in sich trugen. Diese Stücke leuchteten dann schwach rötlich in ihren Händen und machten so darauf aufmerksam.

Dadurch, dass die Quarze nur bei bestimmten Eigentümern ihr Wesen und Können offenbarten, nannte man sie, in der allmählich schwächer werdenden Erinnerung an diejenigen, welche den Steinen einst ihre Form gegeben hatten, Elfensteine. Man behauptet in manchen Kreisen das es sie auch heute noch geben soll. Jedoch will sie keiner mehr besitzen oder wissen wo man sie finden kann. Vielleicht hat ja einer der Lesenden das Glück einen dieser Steine doch noch zu finden oder von Oma, beziehungsweise Opa, als Erbsück erhalten. Da noch keiner öffentlich den Besitz bekannt gemacht hat dürfte ein Besitz unter „Wer weiß......”